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Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) und Diabetes

Hyperthyreose, Hypothyreose

Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) und Diabetes

BeitragAutor: Doris » Mi 14. Aug 2013, 11:31

Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) und Diabetes

Die Schilddrüsenüberfunktion kommt bei älteren Katzen sehr häufig vor. Die Drüse produziert dabei mehr Hormone als normal. Die Ursache ist in der Regel ein meist gutartiger Tumor (Knoten), der sich manchmal ertasten lässt.


Die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion sehen bei Katzen folgendermaßen aus:

• vermehrte Futteraufnahme
• Heißhunger , selbst auf ungewohntes Futter
• Abmagerung trotz großer Futtermengen
• Unruhe, häufiges Miauen
• struppiges Fell
• vermehrtes Trinken
• vermehrter Urinabsatz
• wirkt reizbar und nervös
• hechelt oft und wirkt erschöpft
• sucht kühle Plätze auf
• erbricht oft, Durchfall
• schneller Herzschlag
• starrer Blick
• Tastbefund am Hals


Zum Teil überschneiden sich diese Symptome mit denen eines Diabetes. Darum sollte im Vorfeld der Behandlung abgeklärt werden, ob die Katze an einer Schilddrüsenüberfunktion leidet. Denn zwischen den beiden Erkrankungen kann durchaus ein Zusammenhang bestehen. Eine Überfunktion der Schilddrüse kann nämlich auch zu einem überhöhten Blutzucker führen. Durch die gesteigerte Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen kommt es zu einer vermehrten Zuckerabgabe der Leber. Die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen kann herabgesetzt sein. Aus dem Darm wird vermehrt Traubenzucker aufgenommen und die Insulinausschüttung kann vermindert sein. Der Insulinbedarf kann bei einer Hyperthyreose bis zu 50 % steigen, zumindestens ist das bei Menschen so.

Die ähnlichen Symptome, z. B. Gewichtsverlust trotz hoher Futteraufnahme, vermehrtes Trinken, erhöhter Urinabsatz, Heißhunger, Abgeschlagenheit und unter Umständen schon erhöhte Zuckerwerte verleiten beim Behandlungsbeginn oft zu Fehleinschätzungen.

Wichtig:

Bevor man mit der Diabetesbehandlung beginnt, sollte man eine Überfunktion der Schilddrüse (SDÜ) ausschließen oder falls eine vorliegt, sie umgehend in die Behandlung mit einbeziehen. Insulin allein hilft dann nämlich nicht, der Ansatzpunkt der Behandlung ist ein ganz anderer. Bei einer SDÜ laufen alle Organe auf Hochtouren, das muss unbedingt baldmöglichst gestoppt werden.

Häufig ist ein Befund schon durch Abtasten der Schilddrüse zu erkennen. Sie ist vergrößert. Die Diagnose wird erhärtet durch das Untersuchen der Schilddrüsenhormone im Blut. Ein komplettes Blutbild gibt Auskunft über etwaige Organschädigungen ( Herz, Niere).

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